Eine Million Autos betroffen: Mega-Rückrufaktion bei Mercedes

Der Autohersteller ruft fast eine Million Wagen in die Werkstätten zurück.

, 13:27 Uhr
Eine Million Autos betroffen: Mega-Rückrufaktion bei Mercedes
North Monaco/Shutterstock

Nach Aussagen des Kraftfahrtbundesamtes ruft Mercedes Benz fast eine Million Autos zurück. Grund hierfür sind offensichtlich fehlerhaft verarbeitete Bremskraftverstärker. Korrosionen an den Gehäusen könnten schlimmstenfalls dazu führen, dass die Verbindung von Bremspedal und Bremssystem unterbrochen wird. „In der Folge kommt es zum Ausfall der Betriebsbremse“, so das Kraftfahrt-Bundesamt.

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Der Hersteller teilte auf Anfrage in Stuttgart mit, das die Fügestellen des Gehäuses undicht werden könnten. Überprüfung einzelner Fälle hätte dies ergeben. „In der Folge würden sich die für eine Verzögerung des Fahrzeugs erforderlichen Betätigungskräfte des Bremspedals erhöhen sowie sich der Bremsweg gegebenenfalls verlängern. Dies könnte mit wahrnehmbaren Zisch- beziehungsweise Strömungsgeräuschen bei der Betätigung der Bremse einhergehen“, so ein Sprecher des Unternehmens.

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Welche Modelle sind betroffen?

Von der Rückrufaktion erfasst sind die Modelle der ML-, GL-, – und R – Klasse aus den Baujahren 2004 bis 2015. Allein in Deutschland sind das nach Auskunft der behördlichen Rückrufdatenbank bis zu 70.000 Fahrzeuge.

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Der Hersteller bittet darum, bis zur Überprüfung, die betroffenen Autos nicht mehr zu benutzen und sichert umgehende Prüfung zu. Notfalls wäre man bereit, den Haltern individuelle Lösungen anzubieten. Bereits Mitte Mai leitete der Autokonzern eine ähnliche Aktion in den USA ein. Hier waren mindestens 292.000 Fahrzeuge der Modelle ML-, GL- und R – Klasse betroffen. Dort allerdings betraf es die Modelljahre 2006 bis 2012.