Dresscode im Vorstellungsgespräch: Tipps für das richtige Outfit

„There is no second chance for a first impression“ – an diesem Bonmot ist viel Wahres dran. Und was beeinflusst nachhaltiger den ersten Eindruck, den eine Person von uns bekommt, als unser Outfit? Bewerber sollten sich daher gut überlegen, welcher Dresscode für das Vorstellungsgespräch angebracht ist. Wer nicht ganz sicher ist, welche Kleidung die passende für das Bewerbungsgespräch sein könnte, der sollte jetzt unbedingt weiterlesen.

, 17:59 Uhr
Dresscode im Vorstellungsgespräch: Tipps für das richtige Outfit
Ground Picture / Shutterstock

Kleidung im Vorstellungsgespräch: Was soll ich anziehen?

Die Frage nach der richtigen Kleidung für das Jobinterveiw macht einige Bewerber nervös. Dabei ist sie gar nicht so schwierig zu beantworten. Denn grundsätzlich gilt: Dein Kleidungsstil sollte zu dem Unternehmen und der Postion passen, auf die du dich bewirbst.

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Wenn du zu einem Vorstellungsgespräch in einer Werbeagentur eingeladen bist, kannst du daher vermutlich einfach das tragen, was du ohnehin täglich trägst  – sauber und gebügelt sollte die Kleidung natürlich sein.

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Bewirbst du dich dagegen bei einem Finanzdienstleister, im Kundendienst oder gar bei einer konservativen Stiftung, dürfte ein Anzug bzw. ein Hosenanzug oder ein Kostüm (bei weiblichen Bewerbern) angebracht sein.

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Dresscode im Vorstellungsgespräch: Die richtige Kleidung für Jobs im Büro

Natürlich solltest du bei deinem Vorstellungsgespräch darauf achten, dass du die richtige Kleidung trägst, denn damit signalisierst du deinem Gesprächspartner, dass du ihm Wertschätzung entgegenbringst und dir sehr daran gelegen ist, dass du die Stelle bekommst.

Auf der anderen Seite hat der gewählte Dresscode im Vorstellungsgespräch jedoch auch einen Einfluss auf dich selbst. Das hast du vielleicht schon selbst festgestellt, wenn du mit Schlabberpulli und Jogginghose am Schreibtisch gesessen bist und versucht hast, eine Hausarbeit zu schreiben oder aus dem Homeoffice zu arbeiten: In Schlabberklamotten ist man in einem ganz anderen Mindset, nämlich eher in der Freizeit statt am Arbeitsplatz.

Umgekehrt kannst du mit der richtigen Kleidung nicht nur deinen Gesprächspartner beeindrucken, sondern auch deine Selbstwahrnehmung und dein Selbstwertgefühl pushen  – Kleider machen eben Leute. Nicht umsonst lautet ein anderes Wort für den klassischen Hosenanzug Power-Suit. Denn mit diesem Kleidungsstück strahlst du Selbstbewusstsein und Willensstärke aus. Also genau das, was du im Vorstellungsgespräch zeigen willst.

Ein Hosenanzug für die Frau oder der klassische Anzug für den Mann sind also durchaus gute Möglichkeiten für den Dresscode im Vorstellungsgespräch. Denn: Du kannst diese Kleidung individuell interpretieren. Wer sagt, dass der Hosenanzug grundsätzlich in einer gedeckten, möglichst dunklen Farbe gehalten sein muss? Businessfrauen wie Tijen Onaran zeigen, dass man durchaus seinen eigenen Stil haben und gleichzeitig klassische Kleidung tragen kann.

Gerade im Vorstellungsgespräch gilt nämlich, dass du dich nicht verkleiden, sondern möglichst authentisch wirken sollst. Der Personaler möchte schließlich mehr über dich und deine Persönlichkeit erfahren.

 

Dresscode im Vorstellungsgespräch: Beispiele für den Mann

Soviel zur Theorie. Was sollst du denn nun aber im Jobinterview anziehen, um den Personaler zu beeindrucken und gleichzeitig möglichst selbstsicher aufzutreten? Wir haben ein paar Vorschläge für dich zusammengestellt:

 

Kleidungsstück im Vorstellungsgespräch Beispiele für Mann
Jacke Im Winter darf es ein etwas wärmeres Sakko sein. Im Sommer bietet sich ein leichter Blazer aus Leinen oder Baumwolle an. In beiden Fällen sollte die Jacke farblich auf die Hose abgestimmt sein.
Hose In konservativen Branchen oder für Führungspositionen bietet sich die klassische Stoffhose oder Anzugshose an. In kreativeren Branchen und/oder Einstiegspositionen darf es auch mal die Jeans sein.
Oberteil Konservativ: Hemd in Weiß oder Blau. Bei eher kreativen Jobs ist im Sommer auch das T-Shirt möglich.
Krawatte Nur noch in konservativen Branchen angesagt. Dann darf es auch zusätzlich noch ein Einstecktuch sein. Achtung. Unbedingt andere Farbe als die Krawatte wählen.
Schuhe Wer sich für einen Anzug entscheidet, sollte beim Vorstellungsgespräch dann auch Anzugsschuhe tragen. Ist der Dresscode dagegen eher lockerer, dürfen Bewerber auch saubere Sneaker oder Segelschuhe tragen.

 

 

Vorstellungsgespräch Kleidung: Beispiele für die Frau

Neben dem Powersuit als moderne Interpretation des modernen Hosenanzugs können Frauen den Dresscode im Vorstellungsgespräch auch folgendermaßen auslegen:

Kleidungsstück im Vorstellungsgespräch Beispiele für Frau
Jacke Auch für Frauen gilt, dass die Oberjacke im Winter aus etwas wärmerem Stoff sein darf. Im Sommer darf man gerne auf leichte, luftige Jacken aus Baumwolle oder Leinen zurückgreifen. In jedem Fall sollte man darauf achten, dass die Jacke hochwertig verarbeitet ist. Günstiges Material und Verarbeitung sieht man den Kleidungsstücken häufig an und macht keinen guten Eindruck.
Rock, Kostüm, Hose Das Unterteil sollte gut passen und nicht zu eng sitzen. Vor allem bei Röcken sollten Bewerberinnen darauf achten, dass diese nicht zu kurz sind. Das Knie sollte bedeckt sein – auch im Sommer.
Oberteile Frau hat hierbei die Wahl zwischen Top, Bluse oder Tunika. Wichtiges Kriterium ist bei diesem Kleidungsstück für das Vorstellungsgespräch der Ausschnitt. Der sollte auf keinen Fall zu tief sein. Am besten sind Oberteile, die nur minimal ausgeschnitten sind. Idealerweise nur bis knapp unter dem Schlüsselbein.
Schuhe Bis vor wenigen Jahren waren offene Schuhe noch ein No-Go in Bezug auf den Dresscode im Vorstellungsgespräch. Mittlerweile ist auch das bei einigen Branchen und Berufen denkbar. Wer jedoch kein Risiko eingehen möchte, sollte sich für geschlossene Schuhe mit möglichst niedrigem Absatz entscheiden.

 

Vorstellungsgespräch: Diese Kleidung ist ein No-Go

Obwohl es mittlerweile in vielen Branchen in Bezug auf den Dresscode für das Vorstellungsgespräch viel lockerer zugeht, gibt es immer noch einige Kleidungsstücke, die als Fauxpas gelten und daher im Jobinterveiw vermieden werden sollten. Zum Beispiel diese hier:

  • Jacke: Die Jacke, die du im Vorstellungsgespräch trägst, sollte zwar aus hochwertigem Material sein. Leder gehört aber nicht dazu. Auch eine Jeansjacke ist ein Fehlgriff bei der Kleiderwahl für das Vorstellungsgespräch.
  • Hose/Rock: Kurze Hosen und Miniröcke sind ebenfalls keine gute Idee für ein Vorstellungsgespräch.
  • Schuhe: Frauen sollten auf Highheels im Jobinterview verzichten, Männer auf Sneakers bei eher konservativen Jobs.
  • Schmuck und Make-up: Zählt zwar nicht direkt zum Dresscode, kann aber trotzdem einen falschen Eindruck machen. Frauen, die sich zu stark schminken oder sehr auffälligen Schmuck tragen, begehen auch damit einen Fauxpas im Jobinterview. Auch zu viel Parfüm solltest du vermeiden.

 

FAQs: Häufig gestellte Fragen zum Dresscode im Vorstellungsgespräch

Kann ich mit Jeans zum Vorstellungsgespräch gehen?

Wie wir gesehen haben, sind in einigen Jobs und Branchen auch Jeans möglich. Allerdings solltest du auf den Destroyed-Look verzichten – auch bei lockeren Arbeitgebern.

 

Welche Schuhe gehören zum Dresscode im Vorstellungsgespräch?

Auch die Wahl der Schuhe hängt von dem Job ab, auf den du dich bewirbst. Grundsätzlich bist du jedoch mit einfarbigen Schuhen aus hochwertigem Material gut beraten. Sauber sollten die Schuhe übrigens auch sein!

 

Was ziehe ich im Winter zu einem Vorstellungsgespräch an?

Der Dresscode im Vorstellungsgespräch im Winter lautet für Männer: Anzug mit passendem Hemd. Vorteil: Bei kälteren Temperaturen schwitzt du auch im Anzug nicht. Frauen können sich für das klassische Kostüm oder eine Kombination aus Bluse mit Rock oder Hose entscheiden. Auch ein hochwertiger Pullover ist im Winter möglich.

Für kreativere Jobs gilt wiederum ein lockererer Dresscode. Hier dürfen auch Männer zu einem hochwertigen Pullover und Jeans oder Stoffhose greifen. Frauen können zum Beispiel eine Bluse mit einer warmen Strickjacke kombinieren.