Diskriminierung in England: Umstrittene Blutspenderegelung soll abgeschafft werden

Die Einschränkung sorgte für Diskriminierungsvorwürfe und wird bis zum Jahresende aufgehoben.

, 19:36 Uhr
Diskriminierung in England: Umstrittene Blutspenderegelung soll abgeschafft werden

In England ist es für farbige Personen schwieriger, Blut spenden zu gehen. Dies liegt an einer Regelung, die einige Bürgerinnen und Bürger diskriminiert. Nun hat das Land beschlossen, diese Einschränkung bis zum Jahresende abzuschaffen.

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Bisher ist es so, dass interessierte Blutspender gefragt werden, ob sie mit einer Person Sex hatten, die in ihrem Leben schon einmal in einer Aids-Region sexuell aktiv gewesen ist. Zu diesen besagten Regionen zählt unter anderem Subsahara-Afrika. Diese Einschränkung soll zwar ursprünglich zur Sicherheit dienen, diskriminiert allerdings viele farbige Einwohner und Einwohnerinnen. Denn nicht nur, wenn sie selbst einmal in Afrika gelebt haben und dort Sex hatten, auch wenn dies auf ihren Partner oder ihre Partnerin zutrifft, können sie kein Blut mehr spenden.

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Farbige Blutspender haben es einfacher

Wird die Frage mit „ja“ angekreuzt, werden sie für drei Monate von der Blutspende ausgeschlossen. Da man in dieser Zeit natürlich weiterhin mit dem Partner sexuell aktiv ist, besteht eigentlich keine Möglichkeit mehr, sich für die Spende einzutragen. Mittlerweile äußerte sich der britische Gesundheitsminister Sajid Javid zu der umstrittenen Vorgehensweise. Die Abschaffung wird es „insbesondere für farbige Spender einfacher machen, Blut zu spenden und damit letztlich mehr Leben zu retten“.

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In Schottland und Wales wurde die Regelung bereits aufgehoben. Auch die Bestimmungen für homo- und bisexuelle Männer wurden in diesem Jahr gelockert. Sie dürfen mittlerweile Blut spenden gehen, wenn sie in den vergangenen drei Monaten Sex hatten und es sich dabei nur um einen Partner handelt.

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