Deutsche Bank: Bargeld-Änderung betrifft Millionen Kunden

Für die Pläne der Deutschen Bank hagelte es bereits Kritik.

, 20:16 Uhr
Deutsche Bank: Bargeld-Änderung betrifft Millionen Kunden
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Die Deutsche Bank möchte die Ausgabe von Bargeld an Schaltern abschaffen. Künftig wird es in den Filialen nur noch am Automaten die Möglichkeit geben, Geld zu ziehen. „In der Zukunft möchte ich kein Bargeld mehr in den Filialen anbieten, denn das Vorhalten von Bargeld verursacht Kosten“, erklärte Lars Stoy, Leiter des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank.

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„Die Hauptaufgabe der Filiale ist der Verkauf“, heißt es weiter. Es geht insbesondere darum, die Filialen wieder profitabel zu machen: „Die Beratung der Kunden bei Anlagen, Hypotheken, bis zu einem gewissen Grad bei Konsumkrediten und Versicherungen. Dann werden Filialen auch wieder profitabel sein.“ Die Ausgabe des Bargeldes am Schalter bleibt künftig nur noch wenigen großen Zentren vorbehalten. Höhere Summen können zumeist gar nicht am Automaten abgehoben werden.

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Bargeldausgabe soll abgeschafft werden

Die Deutsche Bank plant, „im Rahmen ihrer strategischen Transformation in Deutschland mittelfristig die Anzahl an persönlichen Bargeldausgaben in Filialen zu verringern“. Das Geldhaus wolle somit auf verändertes Kundenverhalten reagieren. Denn es sein „ein deutlicher Trend zum bargeldlosen Bezahlen erkennbar“. Zudem sei es neben den Automaten auch möglich, Geld in Supermärkten oder an Tankstellen abzuheben.

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Doch es äußerten sich auch kritische Stimmen zu dem Vorhaben. „Dort, wo es noch Filialen gibt, sollte der Service am Schalter weiter angeboten werden“, betonte Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Die neue Regelung sei ein klarer „Rückschritt für Verbraucher“. Das Bargeld solle nicht beschränkt werden und die Politik müsse auf solche Pläne dringend reagieren.

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