Das erste Mal seit fast 30 Jahren: Keine Grippewelle in Deutschland

Erstmals seit 1992 scheint die Grippewelle in dieser Saison auszubleiben.

Veröffentlicht am , 13:32 Uhr
Das erste Mal seit fast 30 Jahren: Keine Grippewelle in Deutschland

Wenn man sich die Zahlen des RKI ansieht, scheint die alljährliche Grippewelle dieses Jahr komplett ausgefallen zu sein. Bisher wurden nämlich nur 519 Grippe-Fälle im Labor bestätigt.

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Vergangene Grippe-Saison: 180.000 Fälle

Normalerweise endet die alljährliche Grippe-Saison immer gegen Mai. In dieser Saison soll sie noch nicht einmal richtig begonnen haben. Die Grippewelle 2020/21 war die wohl schwächste seit fast 30 Jahren. Die Corona-Maßnahmen sollen so gut wirken, dass die Grippeviren sich gar nicht erst so stark verbreiten konnten. Das soll der Grund dafür sein, dass es in dieser Saison kaum Grippeviren gibt. Die „Kriterien für den Beginn einer Grippewelle“ seien nicht erfüllt worden, so ein Zitat der Deutschen-Presse-Agentur, die sich auf das Robert Koch-Institut (RKI) bezieht.

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Seit dem man mit den Aufzeichnungen im Jahr 1992 begann, um die Grippewelle richtig zu überwachsen, soll es in dieser Saison keine Grippewelle gegeben haben: „Es hat in dieser Saison überhaupt keine Grippewelle gegeben“, so das RKI. Insgesamt gab es in der Grippewelle 2021/21 nur 519 im Labor bestätigte Influenza-Fälle. Im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als 184.000. Die Meldezahlen sind allerdings nicht die einzigen Indikatoren für eine Grippewelle. Im Winter 2017/18 starben an der Influenza-Grippe allein in Deutschland etwa 25.000 Menschen.

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