Corona: So gefährlich ist der Hype um Anti-Wurmmittel Ivermectin

Das Mittel führte bereits zu schweren Vergiftungen.

, 09:49 Uhr
Corona: So gefährlich ist der Hype um Anti-Wurmmittel Ivermectin

Die österreichischen Apotheken verzeichnen eine hohe Nachfrage nach dem Anti-Wurmmittel Ivermectin. Eigentlich wird es zur Entwurmung bei Pferden eingesetzt, doch das Gerücht, dass es angeblich gegen Corona wirken soll, nahm seinen Lauf. Seitdem wird es häufig gekauft und ausprobiert. Doch die WHO, die Arzneimittelbehörde und das Gesundheitsministerium warnen vor der Einnahme.

Anzeige

Denn wer das Mittel einnimmt, kann mit erheblichen sowie äußerst unangenehmen Nebenwirkungen rechnen. Auch wenn FPÖ-Chef Herbert Kickl das Medikament zur Sprache brachte, konnte bisher niemand nachweisen, dass es irgendeinen Effekt auf Covid-19 haben soll. Ivermectin kann unter anderem zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.

Anzeige

Schwere Vergiftungen

Dies bekam eine Frau aus der Oststeiermark zu spüren, die aktuell auf der Intensivstation liegt. Wie „Der Standard“ berichtete, soll sie eine Überdosis der Entwurmungsmittels zu sich genommen haben. Die RKI-Fachgruppe Covriin bewertet Arznei-Therapien im Zusammenhang mit Covid-19 und nannte „das Risiko der schwerwiegenden Toxizität bei unkontrollierter Anwendung“.

Anzeige

Beim Menschen wird das Mittle nur in seltenen Fällen eingesetzt. „Ivermectin ist immer wieder ausverkauft, und das, obwohl es rezeptpflichtig ist“, sagte Thomas Veitschegger, Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer. Die Personen nehmen es falsch ein: „Sie nehmen die weitaus höhere Dosis, die eigentlich für Pferde gedacht ist. Es gab schon Vergiftungen.“ Nebenwirkungen können laut dem „Focus“ außerdem Fieber, Hautjucken, Ödeme, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Erbrechen und/oder Übelkeit, Funktionsstörungen der Leber sowie asthmatische Anfälle sein.

Anzeige
Nächster Artikel
Anzeige