Corona: Schweden und Dänemark stoppen Einsatz von Moderna bei unter 30-Jährigen

Das Vakzin soll aufgrund von Herzmuskelentzündungen vorerst nicht mehr verabreicht werden.

, 16:03 Uhr
Corona: Schweden und Dänemark stoppen Einsatz von Moderna bei unter 30-Jährigen

Das Vakzin des Herstellers Moderna wird in Schweden vorerst nicht mehr Personen verabreicht, die jünger als 30 Jahre alt sind. Dieser Schritt gilt als Vorsichtsmaßnahme, wie das „Handelsblatt“ berichtete. Die Gesundheitsbehörde teilte ihre Entscheidung am vergangenen Mittwoch mit und plant die Aussetzung bis zum 1. Dezember.

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Anzeichen für ein erhöhtes Risiko von Nebenwirkungen wie Entzündungen des Herzmuskels und Herzbeutels führten zu der Entscheidung der Behörde. Wie der Staatsepidemiologe Anders Tegnell erklärte, wird das Geschehen aufmerksam überwacht. Die Behörden reagieren so schnell wie möglich, um den Bürgerinnen und Bürgern höchste Sicherheitsstandrads der Impfstoffe zu bieten. Auch in Dänemark wird der Moderna-Impfstoff vorerst nicht mehr eingesetzt. Die Behörden verwiesen ebenfalls auf die besagten Herzmuskelentzündungen. Hier wird das Vakzin des Herstellers nur noch bei Personen angewandt, die älter als 18 Jahre sind.

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Erhöhtes Risiko für eine Herzmuskelentzündung

Allerdings betonten die Behörden, dass sich das Risiko und die Zahl der gemeldeten Fälle äußerst gering halte. „Der Zusammenhang ist besonders deutlich, wenn es sich um den Impfstoff Spikevax von Moderna handelt, vor allem nach der zweiten Dosis“, hieß es bei der Ankündigung. Betroffen von der Herzmuskelentzündung sind insbesondere junge Menschen und Männer. Die meisten der Betroffenen erkrankten allerdings nur leicht. Alternativ soll nun der Impfstoff von BioNTech/Pfizer verabreicht werden.

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