Corona-Impfschäden haben sich fast verdreifacht

Bei den Behörden gehen immer mehr Versorgungsanträge ein.

, 19:51 Uhr
Corona-Impfschäden haben sich fast verdreifacht
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Seit Ende Mai hat sich die Zahl, der von den Behörden in Deutschland anerkannten Corona-Impfschäden fast verdreifacht. Mittlerweile wurden 160 Fälle bestätigt. Im Frühjahr waren es lediglich 64. Wer nach der Impfung mit Folgeerscheinungen zu kämpfen hat, kann diese melden. Anschließend werden die Anträge von den Behörden genau überprüft.

Das Robert-Koch-Institut definiert einen Impfschaden als „die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung“. Der Staat muss nach dem Infektionsschutzgesetz für die Folgen haften.

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Bessere Behandlung gefordert

Personen, die durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung einen Schaden erleiden, haben Anspruch auf Versorgungsleistungen. Bei den Versorgungsämtern sind bis Ende Oktober 5.297 Anträge eingegangen. Ende Mai lagen nur 3.200 Anträge vor. Die Mehrheit der Anträge wurde jedoch zurückgewiesen. Einige Antragsteller möchten sich mit der Rückmeldung jedoch nicht zufriedengeben.

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Insgesamt 436-mal wurde Widerspruch eingelegt. Andrew Ullmann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, erklärte, dass „vermutete oder nachgewiesene Impfschäden ernst genommen werden“ müssen. Auch die Union forderte bereits, dass Personen mit Impfschäden besser behandelt werden sollten.

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