Corona-Impfpflicht für Deutschland im Gespräch

Ministerpräsident Kretschmann schließt eine Impfpflicht in Deutschland nicht mehr aus.

, 13:11 Uhr
Corona-Impfpflicht für Deutschland im Gespräch

Ist eine Corona-Impfpflicht in Deutschland wirklich möglich? Bisher schlossen die Politiker inklusive der Kanzlerin diese Möglichkeit vehement aus. Doch nun äußerte sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann gegenüber der Presse mit ganz neuen Vermutungen.

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„Wir planen keine Impfpflicht. Für alle Zeiten kann ich eine Impfpflicht nicht ausschließen. Es ist möglich, dass Varianten auftreten, die das erforderlich machen“, sagte der 73-Jährige gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

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„Impfen ist Bürgerpflicht!“

Die Aussage mag für viele verwunderlich sein. Doch Kretschmann begründete seine Meinung damit, dass beispielsweise zur Bekämpfung von Masern eine Impfpflicht in Kitas nötig gewesen wäre. „Da gibt’s auch eine Impfpflicht für die Kitas, weil Masern höchst ansteckend sind“, betonte er gegenüber der dpa. Ohne die Impfung könne man Covid 19 womöglich nicht besiegen. Der Politiker fügte außerdem hinzu, dass einige konsequente Einschränkungen auf die Menschen zukommen könnten, die ungeimpft bleiben.

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Kretschmann erwähnte die Möglichkeit, „dass wir irgendwann gewisse Bereiche und Tätigkeiten nur noch für Geimpfte zulassen.“ Für die Einwohner von Baden-Württemberg werden diese Regelungen schon bald zu Realität. Bis zum 15. September soll jeder Impfwillige immunisiert sein. Kretschmann versprach daraufhin neue Freiheiten für die vollständig Geimpften in seinem Bundesland. Außerdem formulierte er noch einmal einen eindringlichen Appell: „Im Kern kann man sagen: Impfen ist Bürgerpflicht. Es geht um sehr viel. Das sollte jeder verantwortlich denkende Mensch einfach tun.“

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