Corona: Gastronom führt 1G-Regel ein und wird bedroht

Ein Gastronom aus Nürnberg möchte in seinem Lokal nur noch Geimpfte begrüßen.

, 18:20 Uhr
Corona: Gastronom führt 1G-Regel ein und wird bedroht

Ein Gastronom aus Nürnberg entschied sich aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen, die 1G-Regel einzuführen und nur noch Geimpften den Zutritt zu seinem Steakhouse zu gewähren. Kinder müssen sogar komplett draußen bleiben. In den meisten Restaurants und Bars gelten entweder 2G oder 3G-Regeln. Das bedeutet, dass Geimpfte, Genesene und Negativgetestete eintreten dürfen. Mittlerweile soll teilweise auch eine 2G-Plus-Regel genutzt werden, bei der sich Geimpfte und Genesene ebenfalls testen lassen müssen. Denn auch sie können sich mit Corona anstecken und das Virus weitergeben.

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Den Gastronomen aus Nürnberg erreichten nach Einführung seiner neuen Regel mehrere Drohnachrichten sowohl per Telefon als auch im Netz. Aus Angst vergibt Hakan Basaran nun weniger Reservierungen als zuvor. Wie unter anderem des „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtete, vergaben einige Personen zahlreiche negative Bewertungen auf Google. Dort beschweren sich die Gäste, dass das Lokal „kinderfeindlich“ und „diskriminierend“ sei. „Beitrag zur Spaltung der Gesellschaft gelungen. Gratulation. Ein Gastronom sollte nicht über medizinische Belange bestimmen“, schimpfte außerdem ein Nutzer in den sozialen Medien.

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„Eine fröhliche Insolvenz.“

Ein weiterer wünschte dem Gastwirt „eine fröhliche Insolvenz“. Mit Corona hat der Ausschluss der Kinder allerdings nichts zu tun. Bereits seit acht Jahren dürfen die Minderjährigen sein Lokal nicht mehr betreten: „In einem Lokal, in dem Alkohol getrunken wird, haben Kinder nichts verloren.“ Nun wehrt sich der Gastronom und will gegen Volksverhetzung, Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung und Bedrohung vorgehen: „Sämtliche Direktnachrichten, Kommentare und Teilungshandlungen jeglicher Art inkl. Telegram-Chats wurden als Beweismittel erschöpfend gesichert.“

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