Bist du sexsüchtig? Experten klären auf

Das Verhalten ist als Krankheit offiziell anerkannt.

, 12:02 Uhr
Bist du sexsüchtig? Experten klären auf
Shutterstock/AlessandroBiascioli

„Meine Güte, bist du Sexsüchtig!“ – Etwas das man im Volksmund schnell daher sagt, wo jedoch eine echte Krankheit hinter steckt. Seit dem Jahr 2018 ist Sexsucht als echte psychische Störung von der Weltgesundheitsorganisation WHO anerkannt und gilt als eine Art der Impulskontrollstörung, weshalb man auch den Fachbegriff Hypersexualität verwendet.

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Doch nicht jeder, der gerne und viel Sex hat, ist gleich sexsüchtig. Wie „Fitbook“ erklärt, ist das mehrmalige Schlafen am Tag mit seinem Partner oder das häufige Pornoschauen noch kein Anzeichen dafür, dass man an der Krankheit leidet. Kritisch wird es jedoch, wenn es ins Uferlose ausartet. Ein mögliches Symptom ist eine sogenannte Toleranzentwicklung – das bedeutet, dass man zwanghaft neue Sexualpartner benötigt, da man schnell den Reiz an einem Partner verliert.

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Shutterstock/Jacob Lund

Ohne Hilfe kein entkommen

Auch der Kontrollverlust spielt eine wichtige Rolle. Viele Betroffene können ihren Sexualtrieb nicht mehr unterdrücken und lassen ihm freien Lauf. Damit stören und verstören sie nicht nur ihre sozialen Kontakte, sondern kommen auch ihren täglichen Pflichten wie Terminen oder Arbeitszeiten nicht mehr nach.

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Experten sind sich sicher, dass man Hypersexualität ohne Hilfe nicht heilen kann. Wenn man sexsüchtig ist, sollte man sich also am besten in eine Psychotherapie begeben, um wieder ein gesundes Verhältnis zu seiner Sexualität aufzubauen. Krankenkassen unterstützen dieses Vorhaben und helfen sogar dabei, einen Therapieplatz zu finden.