BH-Pflicht am Arbeitsplatz löst Debatte aus

Wer sich nicht an die Kleidervorschrift hält, fliegt schlimmstenfalls raus.

14.01.2023, 14:59 Uhr
BH-Pflicht am Arbeitsplatz löst Debatte aus
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In einem Schulhotel in der Schweiz beschwerte sich eine Auszubildende bei ihrem Arbeitsgeber über die herrschende Kleiderordnung. Dort wird vorgeschrieben, dass alle Mitarbeiterinnen einen BH tragen müssen. Wer sich nicht daran hält, verliert schlimmstenfalls sogar seinen Job. Die Grenze wird bei bauchfreien Oberteilen und transparenten Blusen gezogen. Wer blickdichte Shirts trägt, der kann auch ohne BH zur Arbeit erscheinen. Die Brustwarzen dürfen nicht zu sehen sein.

Die Auszubildende fühlte sich jedoch ungerecht behandelt und löste zudem eine allgemeine Diskussion aus. Zahlreiche Frauen haben sich auch an anderen Arbeitsplätzen bereits über die Kleidervorschrift beschwert. "Kürzlich sagte meine Chefin, dass ich einen BH anziehen soll, um von den Männern im Büro mehr respektiert zu werden und in meiner Karriere weiterzukommen“, erklärte eine 49-Jährige.

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Darf der Arbeitgeber das Tragen eines BHs vorschreiben?

Auch andere Branchen scheinen von diesem Problem betroffen zu sein. "Ich arbeite in der IT-Branche. Wenn ich im Pulli zur Arbeit gehe, trage ich keinen BH. Wenn ich hingegen etwas Freizügigeres trage, dann schon", berichtete eine 21-Jährige. Der Direktor des Schulhotels erklärte, dass es die besagte Vorschrift in zahlreichen Berufen, wie zum Beispiel im Bankwesen, gebe.

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„Wer sich nicht daran hält, wird mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit darauf hingewiesen. Und die Frage ist immer dieselbe: Wo werden die Grenzen gezogen?“ Die Frauen sind sich jedoch einig, dass es den Arbeitgeber „nichts angeht“, ob sie einen BH tragen oder nicht. Inwieweit die Auszubildende mit Konsequenzen zu rechnen hat, ist nicht bekannt.

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