Beschluss der Bundesregierung: Jeder hat das Recht auf schnelles Internet

Jedem Haushalt soll „schnelles“ Internet zur Verfügung stehen.

, 18:50 Uhr
Beschluss der Bundesregierung: Jeder hat das Recht auf schnelles Internet
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Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass jeder in Deutschland das Recht auf „schnelles“ Internet hat. Bald könnte also endlich Schluss sein mit Websites, die im Schneckentempo laden oder Mails, die einfach nicht versendet werden.

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Die neue Regel muss allerdings noch vom Bundesrat und vom Digitalausschuss des Bundestags genehmigt werden. In Zukunft soll jedem deutschen Haushalt eine Download-Rate von mindestens 10 Megabit pro Sekunde sowie ein Upload von 1,7 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Die meisten Haushalte werden mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits über eine bessere Verbindung verfügen.

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Jedem Haushalt soll „schnelles“ Internet zur Verfügung stehen

Dennoch können so alle von einer „schnellen“ Internetverbindung profitieren. Insbesondere in ländlichen Regionen würde die neue Regelung einen großen Unterschied machen. Die Vorgabe der Latenz könnte jedoch problematisch werden. Die Reaktionszeit soll 150 Millisekunden nicht überschreiten. In ländlichen Regionen sind die Satelliten jedoch weit entfernt und die Latenz ist somit wesentlich höher.

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Der digitalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Reinhard Brandl, betitelte die neue Regel als „ambitionslos“ und erklärte: „Wir haben erhebliche Zweifel, ob eine 10-Megabit-Downloadrate und eine 1,7-Megabit-Uploadrate pro Anschluss für eine Familie mit Kindern als Grundversorgung ausreichen.“ Noch ist unklar, ob der Beschluss genehmigt wird.