Aus Langeweile: Museumswärter bekritzelt wertvolles Gemälde

Ein russischer Museumswärter sorgte für einen unglaublichen Vorfall.

, 21:22 Uhr
Aus Langeweile: Museumswärter bekritzelt wertvolles Gemälde
IMAGO / ITAR-TASS

In Russland sorgte ein unfassbarer Vorfall für Aufsehen. Ein Museumswärter langweilte sich am ersten Arbeitstag und bekritzelte ein wertvolles Gemälde. Der 60-Jährige malte Augen auf das Kunstwerk „Drei Figuren“ der Malerin Anna Leporskaja (1900–1982), welches sich im Jelzin-Zentrum in Jekaterinburg befand.

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Das Gemälde ist für ganze 880.000 Euro versichert. Zum Entstellen des Kunstwerks nutzte der Wachmann einen Kugelschreiber. Er malte in die leeren Gesichter jeweils zwei Kreise, die für ihn die „fehlenden“ Augen darstellen sollten. Bei dem Gemälde handelte es sich zudem um eine Leihgabe der weltberühmten Moskauer Tretjakow-Galerie. Laut der Kuratorin Anna Reshetkina hat der Museumswärter „die Augen mit einem Stift der Hausmarke des Jelzin-Zentrums gemalt“.

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IMAGO / ITAR-TASS

„Seine Motive sind noch unbekannt“

Die Schöpferin des Gemäldes zählte zu den Meisterschülerinnen Kasimir Malewitschs. Weshalb der Wachmann auf das Bild malte, ist bisher noch unklar: „Seine Motive sind noch unbekannt, aber die Verwaltung geht davon aus, dass es sich um eine Art von Geistesstörung handelt.“ Der 60-Jährige wurde nach dem Vorfall umgehend entlassen. Zudem wurde er von der Polizei verhaftet. Die Beamten berichteten, er sei „ziemlich aggressiv gewesen und habe deutlich gemacht, dass ihm die Ermittlungen nicht gefielen“.

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Im Falle einer Verurteilung drohen dem Vandalen eine hohe Geldstrafe oder eine dreimonatige Haftstrafe. Das Gemälde wurde zurück nach Moskau gebracht. Glücklicherweise handelt es sich nur um einen oberflächlichen Schaden, der für rund 2.900 Euro behoben werden kann.

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