Angela Merkel: Brisante Enthüllung sorgt für Wirbel

Die ehemalige Kanzlerin muss sich zahlreichen Anschuldigungen stellen.

, 15:44 Uhr
Angela Merkel: Brisante Enthüllung sorgt für Wirbel
Alexandros Michailidis/Shutterstock

Brisante Enthüllungen aus der Amtszeit der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgen aktuell für Wirbel. Wie unter anderem die „Bild“-Zeitung berichtete, soll die 67-Jährige über das Versteck des gesuchten Ex-Wirecard-Chefs Jan Marsalek Bescheid gewusst haben.

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Dieser wird seit Juni 2020 von den deutschen Ermittlungsbehörden gesucht. Marsalek soll sich nach neuesten Informationen in Moskau aufgehalten haben oder dies sogar immer noch tun. Er habe als ehemaliger Vorstand der Wirecard-Bank seine Gläubiger um 3,1 Milliarden Euro betrogen. Nach diesem Wirtschaftsskandal tauchte er unter.

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Beim BKA sowie bei Europol wird der 42-Jährige als „Most Wanted“ gelistet. Berichten zufolge soll der Gesuchte in Moskau untergekommen sein und dort unter dem Schutz des russischen Geheimdienstes FSB stehen. Diese Tatsache soll der deutschen Botschaft in Moskau bereits seit Anfang 2021 bekannt sein. Der FSB habe dem Bundesnachrichtendienst sogar ein Treffen mit Marsalek angeboten.

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IMAGO / ZUMA Press

Marsalek soll sich in Moskau aufhalten

Auf diese Anfrage soll der BND nicht reagiert haben. Die damalige Regierung rund um Angela Merkel soll über das Gesprächsangebot in Kenntnis gesetzt worden sein. Demnach soll Merkel vom Aufenthaltsort des Gesuchten gewusst haben. Zu diesem Zeitpunkt wurde ihre Zeugen-Vernehmung im Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestags vorbereitet. Die ehemalige Kanzlerin wurde befragt, da sie sich auf einer Reise nach China für Wirecard eingesetzt hatte.

Sprecher des Bundestags äußerten sich bisher nicht zu den Anschuldigungen. Man wolle jedoch prüfen, ob zumindest Untersuchungsausschuss und Kontrollgremium ordnungsgemäß über die Vorgänge informiert gewesen sind. „Die Frage muss nicht mehr lauten: Wo ist Jan Marsalek? Sondern: Warum ist er immer noch nicht in Deutschland, um sich vor der Justiz zu verantworten. Es sollte jetzt geprüft werden, wie viel man damals bei Merkel im Kanzleramt davon wusste“, sagte Grünen-Fraktionsvize Lisa Paus.