Wegen "Adolescence": Polizei warnt Eltern vor „Geheimcodes“, die Kinder online verwenden

Nach Veröffentlichung der erfolgreichen Netflix-Serie "Adolescence" warnt die Polizei nun vor bestimmten "Geheimcodes", die von Kindern im Netz verwendet werden.

20.03.2025, 09:02 Uhr
Wegen "Adolescence": Polizei warnt Eltern vor „Geheimcodes“, die Kinder online verwenden
Hryshchyshen Serhii/Shutterstock
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Die neue Netflix-Show „Adolescence“ hat international für Erfolg gesorgt. In der Serie geht es um einen 13-jährigen Jungen, der des Mordes verdächtigt wird. Doch der große Anklang beim Publikum ist nicht der einzige Grund, der dafür sorgt, dass momentan jeder über die schockierende Handlung spricht.

Kurz nach der Premiere warnt die Polizei aus Großbritannien Eltern nun eindringlich vor bestimmten „Geheimcodes“, die von Kindern im Netz verwendet werden. "Es geht einfach darum, dass wir nicht nur unsere Kinder erziehen, und dass nicht nur die Schule unsere Kinder erzieht. Es gibt auch Einflüsse, von denen wir keine Ahnung haben, die tiefgreifende Auswirkungen auf unsere junge Kultur haben, tiefgreifende Auswirkungen, positive und extrem negative", erklärte bereits der Hauptdarsteller Stephen Graham.

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aileenchik/Shutterstcok

Die Polizei äußert sich besorgt über "Geheimcodes" im Netz

Die Polizei geht noch einen Schritt weiter und warnt konkret vor der verdeckten Kommunikation über Themen, die für Jugendliche zur ernsthaften Gefahr werden können. Beispielsweise ist von „NIFOC“, „CU46“ oder „IWSN“ die Rede, was bedeutet, dass man nackt vor dem Computer sitzt oder auf der Suche nach Sex ist. Auch vor der Anwesenheit der Eltern wird explizit gewarnt. Dazu werden Geheimcodes wie „CD9“ oder „P911“ verwendet.

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Nicht selten kommt es vor, dass Jugendliche in anonymen Chats an Kriminelle geraten, die sich hinter dem gefälschten Profil einer deutlich jüngeren Person verbergen wollen. Verabreden sich die Kinder mit den Fremden oder versenden Nacktfotos, ist es meist schon zu spät und sie befinden sich in ernsthafter Gefahr. Allgemein spielen die sozialen Medien bei Gewaltverbrechen eine immer größere Rolle. Das betrifft auch Mobbing und Hass im Netz, zu dem es beispielsweise gekommen sein soll, bevor die 12-jährige Luise aus Freudenberg von ihren Mitschülerinnen getötet wurde. Ein weiterer Grund, aus dem Politiker aktuell darüber diskutieren, die Nutzung der sozialen Medien für eine bestimmte Altersgruppe zu verbieten.

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