82 Jahre nach Gründung: Deutsches Möbelunternehmen insolvent

Die aktuelle wirtschaftliche Lage wird zur untragbaren Last für zahlreiche Unternehmen.

, 08:25 Uhr
82 Jahre nach Gründung: Deutsches Möbelunternehmen insolvent
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Die Kosten für Energie und Rohstoffe sind stark angestiegen. Einige Firmen brechen unter dieser schweren Last zusammen und müssen Insolvenz anmelden. So ergeht es auch deutschen Traditionsunternehmen wie den Hülsta-Werken Hüls GmbH & Co. KG und der Dienstleistungsgesellschaft DIHUG GmbH.

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Das Möbelunternehmen meldete ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung an. Die schwierige wirtschaftliche Situation machte diesen Schritt unausweichlich. Zu den hohen Kosten kamen niedrigere Auftragszahlen hinzu.

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Hülsta-Werke kündigen Insolvenzverfahren an

Die Hülsta-Werke wurden vor 82 Jahren gegründet und haben ihren Sitz in Stadtlohn. Alois Hüls rief das Unternehmen im Jahre 1940 ins Leben. Der Betrieb der beiden betroffenen Gesellschaften soll trotz des Insolvenzverfahrens wie gewohnt fortgeführt werden. Geplante Neuheiten sollen herausgebracht werden. Zudem sei der Möbelhersteller weiterhin lieferfähig. „Wir sind voll lieferfähig und werden auch unsere Neuheiten, mit denen wir auf der Hausmesse sehr hohe Platzierungszahlen realisieren konnten, vollständig herausbringen“, erklärte Geschäftsführer Dr. Thomas Knecht.

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Ob langfristig ein Stellenabbau droht, ist noch unklar. Es gehören insgesamt 50 Gesellschaften zur Hülsta-Gruppe. Man möchte sich durch das Insolvenzverfahren für die Zukunft besser aufstellen.