Moderna-Skandal: Abgelaufener Coronaimpfstoff verabreicht

Der abgelaufene Moderna-Impfstoff wurde in Deutschland verabreicht.

, 14:39 Uhr
Moderna-Skandal: Abgelaufener Coronaimpfstoff verabreicht

In Köln und in Leverkusen wurde abgelaufener Coronaimpfstoff verabreicht. Ganze 2.200 Personen sollen von der Panne betroffen sein. Es handelt sich um mehrere Chargen des Herstellers Moderna. Die Städte bieten nun eine Nachimpfung sowie schnellere Boosterimpfungen an.

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In Köln wurden insgesamt 2.000 abgelaufene Dosen verimpft. Am Montagabend teilte die Stadt mit, dass das Paul-Ehrlich-Institut gewisse Einbußen hinsichtlich der Wirksamkeit nicht ausschließen könne. Von einem Komplettverlust der Wirksamkeit wird jedoch nicht ausgegangen. Alle Betroffenen sollen nun schriftlich informiert werden. Die abgelaufenen Chargen wurden zwischen dem 26. Dezember und dem 5. Januar von zwei Dienstleistern verabreicht.

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Keine gesundheitliche Gefahr

Bei der Einlagerung des Impfstoffs soll den Mitarbeitern ein Vermerk im Übergabeprotokoll entgangen sein. Da der Impfstoff aufgetaut worden war, sollte er nur bis zum 26. Dezember verwendet werden, wie der Fernsehsender „WDR“ berichtete. Im gefrorenen Zustand wäre das Vakzin noch bis Juni dieses Jahres haltbar gewesen.

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Eine gesundheitliche Gefahr bestünde für die Betroffenen allerdings nicht. Auch in Leverkusen kam es zu einem solchen Vorfall. Hier sind insgesamt 200 Menschen von der Panne betroffen. Dort lag der Impfstoff zwei bis vier Tage über dem Mindesthaltbarkeitsdatum. In diesem Fall wurde das Datum anhand des Lieferscheins nicht korrekt zugeordnet. Den Betroffenen wurde nun ein kostenloser Test auf Antikörper angeboten.

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